Wow. Mal etwas Fachfremdes. Die unglaubliche Okka von SLOMO und Fünf Dinge hat mir, mitten im FieberndenKindDurchDieWohnungTragen, einen Blogger Award verliehen! Mir! Und zwar “The Versatile Blogger Award”! Tarää!

Uiuiui, das ist aufregend. Vor allem, weil ich laut Satzung und Regelwerk nun folgende Punkte erledigen muss:
1. Bedanke Dich bei der Person, die dir diese Preis verliehen hat (und verlinke sie).
2. Erzähl deinen Lesern sieben Dinge über Dich.
3. Verleihe diesen Preis an einen oder mehrere Lieblingsblogs.
4. Lass die Preisträger wissen, dass sie “The Versatile Blogger-Award” gewonnen haben.
Also, los gehts. (Ein kleines Kettenbriefgefühl von früheren Zeiten regt sich, es riecht nach karierten, gefalteten Schreibblockfetzen, will sofort unbedingt Bleistifte anspitzen und ein Englischbuch vor mir als Sichtschutz aufbauen…)
1. Liebe Okka. Vielen Dank für den Versatile Blogger-Award, also, dass du ihn an mich verliehen hast. Verlinkt bist du schon längst, weil dein Blog SLOMO zu den vier Seiten gehört (neben meinem Blog und den beiden Mailaccounts), die ich der Reihe nach und automatisch in einem extra “Tab” öffne, sobald ich ins Internet gehe.
Ähm.
2.1. Ich bekomme schweißnasse Handinnenflächen auf offenen Plätzen, oder besser: an allen weitläufigen Orten, an denen Menschen kreuz und quer in alle Richtungen rennen. Das macht mich nervös. Um nicht zu sagen: panisch. Besonders schlimm sind Fußgängerzonen (Alexanderplatz), Einkaufszentren (alle) und Tourigegenden (Hackescher Markt), denn Touristen gehen besonders konfus und unberechenbar.
2.2. Nervös werde ich auch, wenn jemand auf der Straße zu nah hinter mir geht. (Zu nah heißt bei mir: Distanzradius von fünf Metern unterschreiten.) Ich bleibe dann stehen, betrachte orthopädische Einlagen in Auslagen oder suche, einem plötzlichen Einfall folgend, einen nicht existenten Schlüssel in meiner Tasche, und lasse den Aufdringling überholen. Dann legen sich meine Nackenhärchen wieder, und ich kann weiter gehen. (Mein Mann wundert sich in solchen Fällen, warum ich spontan und mitten im Satz mit ihm knutschen will.)
2.3. Ich esse jeden Tag eine Tafel Ritter Sport Marzipan. Seit Jahren. Jeden Tag. Jede andere Form von Medizin könnte man mich nie mit einem derartigen Pflichtbewusstsein einnehmen sehen.
2.4. Als ich klein war, wollte ich unbedingt “Bauernhof” werden. Mit vielen Kühen, Schweinen, Hühnern, und vor allem: Pferden. Zwischendurch habe ich noch Anwandlungen und träume von einem kleinen Häuschen mit Esel und Laufenten, vielleicht ein paar Schafen. Aber dann auch wieder nicht.
2.5. Ich schätze Loyalität und Ehrlichkeit.
2.6. Dass ich wohl nie zu “den Coolen” gehören würde, wurde mir klar, als ich bei “Schauspieler, in die du verliebt bist” damals in der Fünften nicht “Brad Pitt” sagte, sondern “Robert Redford”. (Hä? Weeeer???)
2.7. Ich rede sehr leise. Meistens. Zumindest bekomme ich das oft zu hören. Das liegt aber nur daran, dass ich passionierter Menschenbeobachter und Menschenbelauscher bin (es gibt kein schöneres Hobby) – und mich dadurch immer die Vorstellung plagt, ein Hobbykollege könnte mich ebenso belauschen und beobachten. Absurd, oder?
3. Mit Freuden und feierlich verleihe ich nun den Versatile Blogger Award an
Bier statt Blumen, für leidenschaftlichen Journalismus und das Gesamtwerk,
unrund, für die Metaebene und den Clafoutis,
genussgipfel, für Aussicht, Wörterliebe und ganz besonders das Weghoanzl,
my-post-it-diary, für Selbstironie und die Spielplatzrecherche,
Melancholie Modeste, für Gedanken und Beobachtungen,
kittykoma, für Texte und Humor,
fuckermothers, für politische Bewusstseinsbildung,
und an notes of Berlin, fürs Teilen.
Herzlichen Glückwunsch!
4. Erledigt.
So. Dann geh ich mal weiter das Baby tragen, Awardträger ich. (summ.)

Pingback: bier statt blumen - Berlin-Blog | Prost!
Pingback: Siebensachen » unrund