1. Juli 2011: ich habe endlich begonnen. Ich habe mich selbst zum Kaffee gebeten. Bei einer mir völlig fremden Person. Und ich werde weiter machen. In 200 Tagen werde ich 200 fremde Wohnungen im Prenzlauer Berg, genauer: im Winsviertel, besuchen und mich mit Kaffee und selbstgemachtem Kuchen im Gepäck selbst – ungebeten und unangemeldet - in fremder Leute Wohnung zu Kaffee und Kuchen mit an den Küchentisch setzen. In der Immanuelkirchstraße fange ich an.
Wer mir die Tür öffnen wird? Ich weiß es nicht. Aber ich will es herausfinden. Wo passiert die Gentrifizierung, von der überall die Rede ist? Welcher Menschenschlag schlägt die Tür nicht zu? Unterscheiden sich die Vorderhausbewohner von den Hinterhaushausern, und wenn ja, wie? Was bedeutet Nachbarschaft in einem Kiez, in dem Luxussaniertes neben dem Etagenklo steht? Und wie verhält sich das überhaupt, das mit der Nähe und der Distanz in der Großstadt? Wie viele Parallelwelten kann es geben? Und welche Geschichten schlummern hinter der Fassade?
Ich berichte täglich über meine Kaffeebesuchserlebnisse – und über die Suche nach dem Leben, den Farben und natürlich immer: dem großen Unerwarteten…

Hi, durch Thisis blog bin ich auf Dich gestoßen und finde Deine Idee ja richtig schräg und klasse. Thisis hast Du ja schon damit angesteckt, mal sehen, wie der Trend sich vorführt. Auf jeden Fall werde ich Deine letzten neuen Tage mit verfolgen und bin gespannt, wen Du im Endspurt triffst.
Ps: Ist soviel Kuchen nicht ein Dorn im Auge eines jeden Wightwatchers, oder macht es dach Radeln wieder wett?
Lieber Max –
ich finde deinen Kuckucksvaterblog grandios! Wahrhaft grandios.
Und, ähem, ja, diese Kuchen haben allerdings (zumindest NOCH) für bleibende Erinnerung gesorgt. Ich möchte fast sagen, kein Tag vergeht, an dem mein Mann nicht mit einem Seitenblick auf meine Hüfte so etwas wie “jaja, die hundertfünfzig Kuchen in zweihundert Tagen” durch die Zähne pfeift…
Vielleicht steige ich demnächst mal auf Möhren mit Dip um.
Hm. Oder auch nicht.
Liebe Grüße!
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ein beitrag zur völkerverständigung, ja?
das gute Rotkäppchen sucht im prenzlauer berg den bösen wolf oder was?
und findet lauter schafe oder wie?
und eigentlich haben wir uns ja alle ganz lieb
ende gut alles gut
sag mal geht’s noch?
“Beitrag zur Völkerverständigung”…? Ach, liebe Anna, das ist entzückend von dir – aber du übertreibst, wirklich! Ich esse doch nur Kuchen und trinke Kaffee!
Und wieso soll Rotkäppchen den bösen Wolf denn im Prenzlauer Berg suchen? Der wohnt doch im Wald. Das müsstest du doch am besten wissen – oder welches Versteck vor den Menschen hast du dir gesucht, Rumpelstilzchen?
Frage mich echt, ob der CvD besoffen war, als er diesen Beitrag für DFunk abgesegnet hat. Von welcher Gentrifizierung ist hier eigentlich die Rede? Du solltest Deinen Kuchen mal in den Thälmannpark bringen. Das ist nämlich die einzige Wohngegend in der Du noch ein paar echte Prenzlauer Berger finden wirst.
Lieber Marc –
falls das eine Einladung in den Thälmannpark ist: ich besuch dich gerne. Und sogar mit Kuchen.
mail an: rotkapi (ät) web (punkt) de
Bis dahin liebe Grüße
Von Gentrifizierungsprozessen hätte man vor 10 Jahren sprechen können, die damit verbundene Abwanderung entsprechender Bevölkerungsschichten hat sich längst unumkehrbar vollzogen. Populäre Publikationen als auch wissenschaftliche Dokumentationen zum Thema Gentrifizierung im Prenzlauer Berg, gibt es bereits en masse. Aber vielleicht kannst ja auch Du noch ein bißchen Gewinn abzapfen, bevor selbst der letzte Schwabe kapiert, dass man Identität nicht kaufen kann. Traurig…
Liebe Lara,
mein Projekt beschäftigt sich nicht mit Gentrifizierungsprozessen (diese “Prozesse” sind, nebenbei, nach wie vor im Gange und haben auch nicht erst vor 10 Jahren angefangen, lies dazu zum Beispiel die von dir bereits erwähnte Literatur…), sondern mit den daraus entstandenen Feindbildern und Klischées – und deren Wahrheitsgehalt. Aber sicherlich ist dir schon aufgefallen, dass man auch Intelligenz nicht kaufen kann. (ist nicht schlimm. Nur doof, ne?)
Dir weiterhin fröhliches Tränenvergießen am Stammtisch!
1. so ein quatsch. dir machen eh nur leute auf, die zugezogen oder naiv sind.
2. und dann die geschichten der leute zu veroeffentlichen, privates, was du ihnen mit absicht in ihren persoenlichen Raeumen entlockst – das ist genau die art, wie sie zugezogenen gerne vorgeworfen wird.
3. am beklopptesten ist allerdings, erst jetzt mit deiner umfrage zu beginne, wo sich der Bezirk zu 90% umgekrempelt hat. Wirklich perfekter Zeitpunkt.
4. Ich frage mich, warum deutschlandfunk so einen quatsch ueberhaupt ohne zu hinterfragen sendet. Persoenliche Beziehungen?
nadenn, viel spass ncoh beim klingeln
liebe… Sophie:
1. ach, du kennst all die 187 Personen, die mir aufgemacht haben? Wow, davon MUSST du mir erzählen!!! Wie kommt’s? Auch geklingelt? Oder gar… verwandt?
2. Zugezogene machen RADIOREPORTAGEN und Journalismus??? Pfui, das ist wirklich das Allerletzte.
3. Klingt, als würdest du mir tatsächlich zutrauen, ich hätte mit meiner “Umfrage” zu einem früheren Zeitpunkt die “Umkrempelung” verhindern können. Du bist so süß. Danke. Danke. (Kußhände).
4. Sommerloch.
5. Danke! Und dir noch viel Spaß beim… äh… hast du eigentlich Spaß?
Ich habe mich richtig festgelesen, die Besuche dürfen nicht aufhören!
Wenn Du mit dem Baby mal auf`s “Land” möchtest – auch in Lichtenrade bist Du herzlich willkommen. Für Kuchen sorge ich gerne. Grüsse von Vera
Liebe Vera –
ich komme sehr, sehr gerne! Gilt das Angebot noch?
Schreib mir auf rotkapi (ät) web (punkt) de!
Ich freu mich!
(und frohes neues Jahr!)
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wow, das ist ja echt eine tolle Idee. Ich muß mich jetzt erstmal queer durch Deine Erlebnisse lesen. Ganz schön mutig von Dir, ich glaub nicht, dass ich das könnte. Obwohl, wenn man erstmal 2 oder 3 Erfolge hatte, ist das ja auch eine Ermutigung um weiterzumachen, oder?!
Falls Du mal ins Ruhrgebiet kommst melde Dich, Du bist dann auf Kaffee & Kuchen herzlich eingeladen!! Und ein Baby zum spielen für Dein Kleines hab ich auch da ;o)
lg, Christina
Liebe Christina –
willkommen und schön, dass du reinliest!
Und ja, Erfolg lässt weitermachen – obwohl die ersten 2, 3 Erfolge noch lange nicht ausgereicht haben, um mich wirklich mutig zu machen… Aber immerhin habe ich mittlerweile keine zittrigen Hände mehr beim Klingeln – und ich komme auch nicht mehr schweißgebadet wieder aus den fremden Wohnungen raus… das ist ja auch schon was…
Liebe Grüße an dein Baby!
Und vielleicht auf bald im Ruhrgebiet? (die SCHON IMMERs gehen deutschlandweit!)
oh MANN, Christina –
was für ein lustiges Halloween Special hast du denn da auf deinem Blog? Das ist ja großartig!
Diese abgehackten Fingerwürstel sind… echt eklig!!!
Und diese PU-Schaum-Gedärme??? Hahaha!
Herrlich!
Hallo Rotkapi,
ich wohne nicht in Prenzlauer Berg sondern in Neukölln. Wenn du magst, kannst du aber gerne mal zum Kaffee bei meiner Mitbewohnerin und mir vorbeikommen. Wir würden Kuchen oder Herzhaftes backen, dann brauchst du nicht ran.
Schöne Grüße und einen prima Sonntag
Helene
liebe Helene –
da komm ich gern zu Kuchen oder Herzhaftem oder einfach nur auf einen Kaffee!
Schreib mir doch auf rotkapi(ät)web(punkt)de!
Freu mich! Liebe Grüße
super, hab ich grad erst gesehen. das mach ich glatt bis bald!
ah, super, auch grad gelesen! bis bald also!
Wenn es fertig ist, musst du das unbedingt drucken lassen! Ich hab vor Pi mal Daumen 25 Jahren vier von meinen insgesamt 10 Berliner Jahren in der Bernhard-Lichtenberg-Straße 11 gewohnt (Vorderhaus, ganz oben links). Und außerdem habe ich noch einen Koffer in Berlin (wie man heute bei mir lesen kann).Würde – ja WÜRDE – ich noch da wohnen, hättest du jetzt eine Einladung von mir zum Kaffeeklatsch. Bei allen Umbrüchen gerade in der Gegend würde es mich schon interessieren, ob es die Familie Öertel im Hinterhaus (auch ganz oben) noch gibt. Da gab es zu unserer Zeit rege über-den-Hintehof-Kommunikation, man wollte ja nicht immer fünf Treppen runter und auf der anderen Seite wieder hoch.Ein Kaffeeklatsch da würde sich ganz sicher lohnen!Schön zu lesen hier, aus der alten-neuen Gegend.Grüße! N.
Oh, so eine rege über-den-Hinterhof Kommunikation stell ich mich herrlich vor!
Liebe Grüße!
Und: sollte ich mal in der Straße sein, schau ich für dich auf die Klingelschilder!
Wunderbare Idee, gibt es ein kBuch darüber?
noch nicht, aber es soll eins werden…
liebe Grüße!
Rotcapi! Que cosa mas bonita…in kleinen Dörfern ist es in Italien und Spanien bis heute üblich, dass man Sterbende besucht, die dort die meiste Zeit des Tages im Bett liegend verbringen. Die Tür ist offen, man bringt Blumen oder Kuchen und ein nettes Gespräch mit, dass je nach Nähe länger oder kürzer sein kann.
Du bist eine Botschaft an alle, die die Wichtigkeit der kleinen Begegnungen vergessen haben. Ich freue mich, dass es Dich gibt und Du auf diese Idee gekommen bist!
Weiter so!
Laura la Risa
liebe Laura –
ein schöner Bezug!
vielen, vielen Dank für deine lieben Worte!
Moin Rotkapi!
Eine super Idee….
Mach weiter so…
Viele liebe Grüße…. Anke…
Moin Anke!
ich freu mich, dass du reinliest!
viele liebe Grüße auch zurück!
deine Rotkapi
Hey Rotkapi,
immer wieder stoße ich auf deine Berichte und finde sie schön!!! Ich finde dich so mutig und du hast einen bezaubernden Schreibstil. Eine authentische Art, das Thema anzugehen!!! Auf dass du deine Wette gewinnst!!!
Liebe Grüße
Jennie
Jennie…
ich bin ganz gerührt, vielen Dank. Und danke fürs Lesen.
Liebe liebe Grüße,
rotkapi
Hallo Rotkapi,
naürlich eine schöne Idee. Ich werde das Projekt weiterverfolgen. Das erinnert mich an das Projekt eines Schweizer Journalisten. Er ist um die ganze Welt gereist und hat Menschen nach ihrem Verständnis von Glück gefragt. Hoch interessant! Also viel Glück für Dich.
Ludger
Danke, Ludger, und für Dich auch boa sorte!
Nicht schlecht, auf diese Idee muss man erst mal kommen
werde das Projekt gerne verfolgen
freut mich!
Deine Idee finde ich super!
Und ich lade Dich natürlich ein!
Kuchen musste nich mitbringen, aber das Baby!
Vorher E-Mail wäre gut!
Grüsse von Al
danke, Al – ich werde mich melden und bin schon gespannt!