Oh, welche Freude!

Ja, oh welche Freude: Aus meinem Hausbesuchsprojekt wird jetzt ein Buch!

Hausbesuche von Stephanie Quitterer

Das Buch erscheint im März im Knaus Verlag und ist – natürlich – vorbestellbar.

Wer bis dahin ein bisschen in den Hausbesuchen stöbern mag, beginnt am besten hier.

Und wer mir von dieser altersruhenden Seite auf meinen frisch bezogenen neuen Blog folgen will, komme bitte hier entlang!

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Ihr ward wunderbar. (das offizielle Ende).

Danke, Baby, meine Co-Kaffeetrinkerin. Danke, Mann, für ein halbes Jahr lang DichVonMeinem VomInDerKücheSchreibenEiskaltGewordeneFüßeAnDeineSchlafwarmenBeineHalten AufweckenLassen. Für’s AusUndTrotzdemZuMirHalten. Und für den Spaß. Danke, Mama, ohne dich wäre ich nie losgegangen. Danke, Papa, für’s Hinaustragen. Danke, Schwester, für’s ErsterFanSein (für’s FanSein überhaupt), für’s Anspornen und für die großzügigen Finanzspritzen. Danke Schwager (und ich hab schon wieder deinen Geburtstag vergessen: alles Liebe nachträglich), für deine Großzügigkeit und KickDenC-Promi. Danke, Schwiegereltern, für mindestens 20 Kilo Gartenäpfel – die Apfelkuchen waren mein Fuß in der Tür. Danke Bruder und Andrea, für das riesige Backzutatenpaket, das sollte für nochmal so viele Kuchen reichen. (147)

Danke, Okka, für die erste Einladung, für’s TollSein, für die Spaziergänge. Für die Freundschaft. Überhaupt: für Alles. Danke, Praschl, für Enten und all die gestärkten Rücken. Danke, A., für Freundschaft, Pöbeln, PBMs, die Unternehmungen und die Diskussionen (schachmatt. harhar). Danke Sanne, für Freundschaft und die gebackenen UnterstützerKuchen. Danke Ivan, für Medienzirkus, Freundschaft und deine Weltsicht (hier steht noch der Kasten Bier). Danke, Schwarz, für die Anekdoten, die Stiche und den Gegenbesuch, den spontanen. Danke Marie, du bist eine wunderbare Babysitterin. Danke, Dorothea, für den Überraschungsbesuch (“ich hab gelesen, du fühlst dich müde. Dacht ich, ich schau mal, wie’s dir geht.”) und für den Beginn einer Freundschaft. Danke, Carsten, für unermüdliches DaumenHoch und für Marzahn. Danke Christoph und Caroline, für eure unbeschreibliche Herzenswärme und wie sehr ihr mich bewegt habt.

Danke, Alexander, für Puppen und all die Pläne. Danke, Martina, für Nähe und Weinen. Danke Stoffel, für SchwammDrüber und deine Wohnung (sie ist herrlich). Danke, Brigitte, für’s Wienern und Zufallsplausch im Café (mehr davon, bitte!). Danke, Mama007, für die Lachsquiche. Danke, Matthias, für die abgefahrendste Wohnung. Danke, Dirk-Benedikt, für die zweitabgefahrendste Wohnung. (Ihr beide wohnt übrigens übereinander). Danke, Nicole und Stefanie, für Blogs, Brunch und Weitersagen (ach, und, Stefanie: da war doch mal was mit einem Kuchen in Fußballform? Mnjamnjam!). Danke, Tatjana, für das extra Babygedeck, ich freu mich schon, wenn du zurück bist (und ToiToiToi). Danke, Veit, für die Erkenntnis, dass ein Mensch auf der Straße so sehr anders aussieht, als bei sich zuHause, dass man ihn nicht erkennt. (und für die beblattgoldete Fuchsschwanzsäge).

Danke, Volker, Dani, Luisa und Frieda, für diesen Augenblick und die Party. Danke, Al, für die Aussicht (schade, dass es so kurz war). Danke, Mattes und Kasper, für diese un.glaub.lich.e Flaschensammlung. Danke, Frank, auch für deine Flaschensammlung. Danke, Bianca, für die Parallelwelt und die Selbstverständlichkeit. Danke, Blau, für drei Stunden Gänsehaut. Danke, Christiane, für Lebensfreude und Verve. Danke, Antje, für die Wärme. Und das Schaukelpferd letztens. Danke, Silvia, für’s Testpersondasein (und doe Countenance beim Schweineohr), Katalina, für das Strahlen, Thomas, für’s BinIchHaltYuppie, und Hanna für’s BullerbüSyndrom. Danke, Heiko, für’s AufAnhieb und die Farben, Daria, für die Führung, und Crew United, für den Riss in der Matrix.

Danke, Rina, dass du mir keine reingehauen, und Eva, dass du deinen Geburtstag mit mir gefeiert hast. Danke, Gabi, du hast mir imponiert. Paul, du mir auch. Danke, Birgit, für die Offenheit, Christophe, für den Flirt, und André und Herbert, für den Schwitzkasten. Danke, XY, für die Ranken,  und Martina und David, für Emanzipation und Kunst. Danke, Charles, für Witz, Elisabeth, für Stil, und Dunja, für den Schnaps vorm Eingemachten. Danke, Jochen, für den Redeflash (ja! du hast Recht!), Uri, für die Zeitreise, Frau T., für die bewahrende Hand über dem Kopf meines Babys, Nick, für DownUnder, und Axel, für die erste Festung.

Danke, Anke, für den Lichtnahrungsprozess und überhaupt: das Abenteuer. Danke, Mascha, Chris und Lévy, für’s Haareschneiden (und den Text!), Florian, für’s Wäschewaschen, und Peter und Konstanze für all that Jazz. Danke, Janaína, du warst die Jüngste. Danke, Carsten, für die Anläufe, Frau M. und Florian, für den Silberlöffel aus der Schatulle, Sybille, für die Erinnerung. Danke, Björn, für den Überblick, Brigitte, für Lady Grey, und Caro, für die krasse Situation. Danke, Meike, für’s Verhandeln, Ulf und Doro, für euer Verliebtsein. Danke, Astrid, dass mein Gedächtnis ein Sieb ist. Danke, BP, für dieses Gegenüber, Helene und Heike, für euren Mut (und das Frühstück. Ähm. Mittagessen.), Iris, für June, und Frau H., für’s Einheizen und das Leben.

Danke, Annette, für ein weiteres MachDirKeinBild, Katrin, für die Liebenswürdigkeit (und die Sauna auf dem Dach), Thomas, für das Eingeständnis, dass auch alteingesessene Ossis Polizei bei zu lauten Parties rufen. Danke, Pauline, für ZwischenTürUndAngel, Herr R., für Kuchenhunger, Gas-Heizung-Scheiße und den Brief im Briefkasten. Danke, Christoph und Herbert, für Lichterkette überm Staubsauger, Nils und Andi, weil’s schön war, und Susanne und Hanna für Definitionen, Niveau und JederIstSelbstVerantwortlich. Danke, Jakob und Charlotte, für den Abend, Monika, für den Straßenschwatz, und Chema, für den Mikrowellenaltar. Danke, Laura, für das Verschieben von Sport, Simon, für das Verschieben von Händen, und Tom, für das Verschieben von Wertigkeiten.

Danke, Timo, für den “Quatsch”, Angelika, für die Töchter, und Frau K., für die Almhütte in der Küche. (Und den Schnaps im Kühlschrank). Danke, Herr und Frau B., für das Familienalbum, Sonia, für den Landesverrat, Sabine, für den 1,5 Kilometer langen Tunnel und Frank, für die Walz. Danke, Mel, für deine Schützlinge, Simonne und Robin, für das Outfit, Paula für die Honigfarbe und Sophie und Christina, für die Bestätigung kursierender Allgemeinplätze. Danke, Julie, für die Gästewohnung, H.S.E. für die Gemütlichkeit, und Nadim und Karin, für die Pause. Danke, Laura, für das Pst.

Puh, ganz schön viele.

Danke, Frau P., für’s WunderlichSein. Danke, Herr und Frau A., für die Front, und Eugénio, Dörte, Ema, Jolanda und Naima, für allesindenschattenstellende Gastfreundschaft. Danke, Larissa und Christoph, für den Besuch aus Sibirien. Danke, Britta, für AfterHexenAsyl, Christine, für Landgang, Anke, für Rumänienschwärmen, und Felix, für’s TrudePetriTassenErlebnis. Danke, Annette und Gustav, für PolaroidZusammenrücken, Jessica und Dennis, für Stereofütterung, und Simon, für’s InKeineSchubladePassen. Danke, Daniel und Grit, für die volle Bude.

Danke, Antje und Yoyo, für eure Gelassenheit und Ruhe. Danke, Aleksandra, für das bewegende Bild von Belgrad. Danke, Valérie, Pièrre und Sandra, Andrea, Miriam, Manuela und Amira, Danke, Emma, Danke, Charlotte, Danke, Sonja. Danke, Cori – ob du wohl mittlerweile entbunden hast und auch Prenzlauer Berg Mutter bist? (Willkommen im Club.) Danke, Michael, der Kaffee mit dir war viel schöner, als dein Artikel geworden ist. Danke, Franz. Danke, Jacqueline, dass du mich gepackt hast. Danke, Sebastian und L., für die erwünschte Obsoleszenz. Danke Herr und Frau H., für das Früher, das Jetzt und die Hintertürchen.

Danke, Marvin Zilm, für deinen so liebevollen wie genauen Blick auf die Menschen. Danke, Katrin Falbe, für das außergewöhnlich interessante Interview, und Jan Schilling, für die Komplizenschaft. Danke Céline Lauer, für’s TürenÖffnen. Danke, Feld100. Danke, Diana, dass du spät dran warst, in Tel Aviv. Danke, Elternzeit. (Lang lebe das Bedingungslose Grundeinkommen!) Danke, ThisIs, für deinen Exilhausbesuch – ich hoffe, du findest Zeit, noch viele, viele mehr zu machen!

Danke, euch Lesern, ihr ward das Salz in der Suppe. (und der Koch wohl ziemlich verknallt). Danke, euch lieben Schreibern!

Danke, Gentrifizierung und Schwabenhass. Danke, Yuppies und Alteingesessene. Danke, Prenzlauer Berg Mütter. Danke, ihr Feindbilder, Klischées und Vorurteile. (Ihr seid gut – aber die Wirklichkeit ist eindeutig einen Zacken besser.)

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Noch schnell ein heißer Brei.

Jemand erreicht ein Ziel, indem er die das Ziel markierende Ziellinie überquert. Das Ziel erreicht auch, wer die das Ziel markierende Ziellinie als Letzter überquert. Auch, wer die das Ziel markierende Ziellinie als Letzter und AUF DEM ZAHNFLEISCH überquert, erreicht das Ziel. Wird die das Ziel markierende Ziellinie jedoch von jemandem als Letzter und auf dem Zahnfleisch überquert – UND ALLE ANDEREN SIND BEREITS GEGANGEN (irgendwann geht einfach wieder jeder seinem Leben hinterher) – dann, ja DANN hat dieser Jemand das Ziel NICHT erreicht.

Das ist doch irgendwie… ist das nicht ungerecht? Der Jemand gelangt doch (dann, irgendwann, endlich) schlußendlich an haargenau den selben Punkt, der vor Tagen noch ein Ziel war. Nur ist dieser Punkt heute kein Ziel mehr. Heute ist der Punkt nur noch ein Punkt – und, streng genommen, noch nicht mal mehr das. (Ein Punkt ist ein Punkt, wenn ihn die Aufmerksamkeit zu einem macht. Der Mond ist schließlich auch nicht da, wenn keiner hinsieht.)

[Wobei die Anwesenheit anderer einen Punkt noch lange nicht zu einem Ziel macht. Hätte ein Mensch auf den Jemand, den Nachzögling, gewartet, am Ziel – es wäre deswegen noch kein Ziel. (Auch bei zwei Wartenden nicht. Auch bei dreien nicht. Etc.) Es sei denn, dieser Wartende wäre der Zielrichter. Aber wäre der Wartende der Zielrichter, wäre er nicht der alleinig Wartende. Dann würden auch andere noch warten. Und so weiter. Aber das führt jetzt zu weit.]

Hätte der Jemand geahnt, bei seinem Aufbruch, an der Startlinie, die, nebenbei, ebenso willkürlich eine Startlinie ist, wie ein Ziel eben ein Ziel – mit dem Unterschied, dass es den Start auch ohne Ziel, das Ziel aber nicht ohne Start geben kann (höchstens auf der Metaebene, aber ich rede nicht von einer Ebene, sondern einer Geraden) –  dass das Aufmerksamkeitsdefizit eines PUNKTES ihn den einundselbigen Weg mal als Verlierer, mal als Verlorener verlassen lassen kann, (wenn es will) – er hätte den Weg sicherlich trotzdem angetreten.

Das ist es ja, was ihn antreten lässt. Es geht ihm nicht darum, als Verlierer oder als Verlorener zu enden. Es geht ihm ums Antreten.

Puh. Jetzt ist es aber ganz schön diesig geworden hier drin, vom vielen Rauch. DasNächstbesteFensterAufreiß. HändeInDieHüftenStemm. Und jetzt? Jetzt mach ich einfach weiter. Weil es saumäßig Spaß macht.

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Noch… ach so, äh, ja. Stimmt. Hm.

Seit Tagen schleiche ich um dieses Türchen herum. Als würde ich es kennen. Als wär es… ein Freund. Ein unbekannter, noch. Aber zweifellos ein Freund. Ja, das ist ganz sicher ein Freund. Den kenn ich. Den kann man anfassen. Denk ich und heb schon die Hand an den Türknauf – aber ach, aber nein, sicher bin ich nicht. Handwiedersenk. Ich bin noch nicht so ganz hundertprozentig sicher. Ob das ein Freund ist. Oder vielleicht ein Arsch. Schleich ich mal besser noch ein Ründchen. (schleich).

Aber immerhin, ich schleiche wieder! Zum Schleichen schließlich muss man auf den Beinen sein. Sonst ist es kein Schleichen, sondern ein Kriechen. Ja, ja. Gekrochen bin ich nämlich auch, vorher, und zwar auf dem Zahnfleisch. Nicht auf den Beinen. Daher weiß ich das. Das Zahnfleisch ist jetzt abgekrochen (Hospitalismus eines Nashorns, immer im Kreis, immer im Kreis) – aber wer braucht schon Zahnfleisch. Zähne braucht man. Und die sind noch da. (Sieht etwas eigenartig aus, das zahnfleischlose Grinsen, zugegeben, aber wir sind ja auch nicht zwecks der Schönheit hier. Also, ähe, ICH nicht…?)

Und nach dem Kriechen hab ich eine Weile stumpfsinnig in der Ecke gehockt, da, in der dunklen, in der durchzugigen, in der ausgebrannten Ecke und starrte das Türchen verständnislos an. Stundenlang. Tagelang. Ja, die Verständnislosigkeit dauerte an und dauerte an und schien nie wieder aufzuhören. Hinter DER Tür war ich? ICH? Jemals? Kann nicht sein. Die Tür kenn ich nicht. Nie gesehen. Keine Ahnung. KopfZurSeiteDreh. Mit solchen Türchen hab ich nichts zu tun. Wenn ich es doch sage. (autokommissarische Beteuerung).

Ja, ja, so ging das eine ganze Weile. Aber jetzt schleiche ich wieder. Um die Tür herum. An der Tür entlang. (Im Vorbeischleichen dran schnuppern. Riecht gut, dahinter. Oh ja, riecht gut.) Mal probeweise die Hand dann doch auf den Türknauf legen. Fühlt sich gut an. Ganz blank gewienert, goldenes Messing, vom vielen Anfassen. Vom GernAnfassen. Liegt angenehm in der Hand. Vertraut. Hä? Wie jetzt? Jetzt doch? Du und die Tür? (autokommissarische Mangel). Ich glaub: ja. Ich glaub, jetzt erinner ich mich. Die Tür und ich. Ja. jetzt weiß ich’s wieder. Und warum sagst du das erst jetzt. GenervtAugenVerdreh. (der Autokommissar mag keine zahnfleischlosen Träumerlings. Er mag Feierabendbiere.) Weil, weil…

Blackout. Aber jetzt, jetzt weiß ich’s wieder! Das ist das Türchen, das ist mein Türchen, also, AUCH mein Türchen – und dahinter steigt ne super Party. Also, ich nehm an, dass die noch steigt, die Party. Ich war ja nur kurz Luft schnappen, am See. Die Luft hier, mei, so schön, so klar. Aber jetzt, glaub ich, will ich da wieder rein. Ja, ich glaub, ich geh da jetzt wieder rein und feier einfach weiter. Schluck. TrägerRicht. UnterEigenerAchselRiech. (Geht.) LuftHol. SchulternZurück. Lächel. TürknaufDreh.

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Noch 9 Tage und eine kleine Eiszeit.

Im ewig geschichteten Eis eine wasserglitzernde, münzgroße Öffnung: das Atemloch der Robbe. Davor steht, erstarrt, ein Eskimo, die Harpune zustoßbereit über den Kopf erhoben. Der Eskimo hat unerbittlich und stur auf das Auftauchen der Robbe gewartet. Und ist dabei erfroren. Ohne es zu merken. Armer, oh armer Eskimo. (Eine einsame Oboe flötet).

Doch nein, halt, falsch, zurück! Was sehen meine tränentrüben Äuglein? Der Eskimo ist gar nicht erfroren! Der Eskimo lebt! Ich seh es, ich seh es an seinem Atem, der ihm heimlich aus den Nüstern kriecht und wie Schnee zu Boden rieselt. Ja, der Eskimo lebt. Deutlich. (Hurra, was bin ich erleichtert).

Der Eskimo ist lediglich ein feiner Eskimo, ein braver Eskimo, er steht angewurzelt, angefroren und wartet und wartet, bis diese unsägliche Robbe, das vermaledeite Festessen, endlich mal wieder an die Oberfläche kommt. Zum Luftholen. Zum Zustoßen. Die Robbe ist da unten, das weiß der Eskimo. Und auch die Robbe lebt noch, das spürt er, das weiß er, er, der Eskimo. Er sieht manchmal einen Schatten dort unten, noch flitzt er zwar fidel von links nach rechts, und fidel von rechts nach links und taucht nicht auf. Noch nicht. Aber er wird auftauchen, der Schatten. Er muss. Und dann hat es sich ausgefidelt. Dann wird der Eskimo wieder Beute machen. Und auch die Schlittenhunde werden ihren Teil abkriegen.

Bis dahin steht der Eskimo und denkt sich lustige Dinge aus (er hat ja jetzt Zeit für sowas). Feine, feine lustige Dinge sind es. Der Eskimo reibt sich (auch er fidel) die Hände. Innerlich. Äußerlich regungslos, klar. Der Eskimo verrät nichts von seiner Freude. Noch nicht. (nur vielleicht den flüchtigen Abdruck eines Krähenfußes im Augenwinkel). Pünktlich zum Wettende aber wird er es verraten. Und die Schlittenhunde werden heulen vor Vergnügen. Oh ja.

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Noch 15 Tage und eine Zwangshandlung.

Je länger ich aussetze, um so länger wird auch wieder diese unsägliche Anlaufbahn. Für die Hemmschwelle. Aus dem Stand pack ich die nicht mehr, die Hemmschwelle. Die ist schon fast so hoch, wie ganz am Anfang. Und da musste ich, wohl gemerkt, zwei, drei, vier, fünf Monate Anlauf nehmen. Stab ansetz und… hepp. Aaaaahhhh…KLONK. Knapp verfehlt ist auch vorbei. Quiiiietsch. (Hemmschwellewiederrunterrutsch). (Schleifspurhinterlass).

Was willst du denn auch noch hier, fragt die Anlaufbahn einfühlsam. (Die sanfte Tour). Du hast doch jetzt schon überall geklingelt, sagt sie und streckt sich um ein weiteres Kilometerchen. (Ich fürchte, sie hat recht). (Anlaufbahnen haben immer recht).

Die Anlaufbahn sagt auch: das Ganze ist doch irgendwie so… Zwotausendelf. Ausgeleiert. Ausgelutscht. Mach dich lieber startklar für den Wiedereinstieg ins Berufsleben, hörst du nicht schon da drüben die Turbinen hochfahren, schnall dich besser an, Kindchen, vergiss den Fallschirm nicht. Und Tischchen hochklappen. Auf dem Gang zur Gangway noch soviel Baby einatmen, wie möglich. Du wirst es brauchen. Da oben ist die Luft dünn. Babydünn.

Aber…, aber…, setze ich an und recke ein zaghaftes Fingerchen zur Meldung. Aber das Fingerchen hat seinen Auftrag schon vergessen und hängt selbstlos in der Luft. Seufz. Fingerchenwiedereinhol. Was die Anlaufbahn da auftischt, sind eindeutig Argumente. Das kann man nicht anders nennen.

Und, mal unter uns, raunt die Anlaufbahn und kneift mir vertraulich in den treu gediehenen Hüftring aus Kuchen – (ich spür nicht, dass sie kneift, ich seh es nur. Fett spürt man nicht. Nur auf der Rolltreppe, wenn es vibriert.) – meinst du nicht auch, genug ist endlich auch genug?

Das geht mir dann aber doch zu weit. Trotzdem, sage ich bockig, ich geh los! Ich werde klingeln! Neues Jahr, neues Glück! Ja, ich tu’s! Ja, ja, ja, ich tu’s. Ich tu’s. Ich. Tu’s. Ja. (ja. ja).

Nur hab ich mir jetzt ungünstigerweise den Fuß verstaucht, da auf der Rutsche. (Gibt ja nicht nur Anlaufbahnen). Den Rücken verrissen. Hals verzogen. Bauch geprellt. Jaja. Das ist schlimm. Und überhaupt Grippe. (Symptome). Da kann man nicht losgehen. Da muss man im Bett liegen. Kuscheln. Jaja. Allenfalls einen Neujahrsspaziergang machen, einen vorsichtigen, sanft auftreten, damit das neue Jahr im Kopf nicht so wummert. Ähem. Aber dann, wenn ich ausgenüch… wenn ich wieder gesund bin, DANN geh ich los. Dann, dann, dann. Du wirst schon sehen. Jawoll.

Nur war heute zufälligerweise schon wieder ein DANN, (die DannDanns sind dicht gesät hier), ich weiß gar nicht, was ich den ganzen Tag gemacht habe. Nur war er auf einmal schon wieder rum, der Tag. (Wie man sich von Ecke zu Ecke drücken kann). Die Anlaufbahn lächelt milde und räkelt sich zufrieden. (wieder ein Kilometer mehr). Nickt gütig. Wissend. Selbstgerecht.

Ich will die Anlaufbahn würgen. Ich spür es in den Fingern. Deutlich. Ab morgen wird wirklich alles anders. (Kampf der Anlaufbahn). Morgen kommt mich ein Redakteur besuchen. Nicht Jan, noch nicht. Ein neuer ist es, ein anderer, ein gnadenloser. Einer, der Safari gebucht hat und Safari bekommen soll. Und bekommen WIRD. Ist das nicht schlau eingefädelt von mir? Na, Anlaufbahn, was sagste jetzt? Ha. Jetzt sagste nix mehr. Blöde Kuh. (ich und DICK.)

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Noch 16 Tage und ein Kawummblues.

Es gibt einen Grund, warum ich in letzter Zeit nichts geschrieben habe. Keine Hausbesuche mehr machen konnte. Pause brauchte. Schon mal eine Woche vor Quartalsende versucht, in Berlin einen Kassenarzt aufzutreiben? Das ist fast wie Hausbesuchsklingeln, bis man eine Praxis gefunden hat, die noch nicht ” in Urlaub” gegangen ist, weil ihr Budget bereits erschöpft, die maximale Punktezahl erreicht ist und jeder weitere Patient ein Umsonstgeschäft, ach was, ein Draufzahlgeschäft wäre. (Das ist ein kompliziertes System, ich kann es erklären. Aber nicht jetzt).

Jedenfalls: ich bin auch eine Kassenarztpraxis. Mein Budget war erschöpft. Ausgereizt. Limit erreicht. Maximale Glücklichkeit, maximale Tornisterfülle, maximale Sättigung, die ein Jahr gerade noch so halten kann. Bevor es aus den Nähten platzt. Aufnahmetaste: stop. Schmetterlingsnetz: ablegen. Ruder: einholen. Zurücklehnen. Augen schließen. Wassergeplänkel. Vogelgezwitscher. (Ja, auch im Winter). (Mein See ist ein sehr praktischer See).

Verliebt sein. In ein Leben. Und klein werden, da, in meinem Schaukelböötchen auf dem Sommersee in dem Birkenland auf der Hellblauwelt. Ganz klein. So ein klitzekleines Würmchen in so einem klitzekleinen Böötchen auf zufällig so einem großen See in einem kleinen Land irgendwo auf der weiten Welt. (Kamerafahrt nach oben). (Und immer noch weiter nach oben). (Hui, das geht ganz schön weit nach oben). (Uah, Hilfe, Stop!) (STOP!!!)

Ich habe dich vor ungefährziemlichgenau einem Jahr kennengelernt. Damals hieltst du mir ein Baby entgegen und sagtest trocken, so, das wär jetzt meins. Ich mochte diesen ironischen Zug um deinen Mund. Auf Anhieb. Damals schon dachte ich, einen Moment lang zumindest: wow. Was für ein Jahr.

Aber dann sind wir uns eine ganze Weile lang nicht mehr begegnet (ich hatte keine Zeit), (und du wohl auch nicht), und, ehrlich gesagt: ich hatte dich vergessen. (Nur hin und wieder morgens ein Liedchen gesummt).

Dann aber hab ich dich ein paar Monate später wieder getroffen. Wörtlich. (Wir sind ineinander gerannt). Habe dabei meinen Latte Macchiato verschüttet, (kein Getränkehalter), du hast ordentlich davon abbekommen, bauchnabelabwärts: Shirt (rot), Hose (kurz), Beine (nackt). Du hast dich nicht darum geschert. (Das imponierte mir). Hast mir nur in die Augen geschaut, (Knie weich), mir deine Nummer gegeben und bist weiter gegangen. Wir haben uns nach einander umgedreht. Gleichzeitig. (ImBauchWieWennDerLiftNachUntenFährt).

Du hast mich zum Lachen gebracht. Zum Weinen. Zum Nachdenken. Gut, das haben die anderen auch, die vor dir. Aber mit dir war es … anders. Mit dir bin ich zum ersten Mal (jetzt erst, kürzlich) über einen Weihnachtsmarkt (Alex. Königsdisziplin) spaziert, ohne Panik zu bekommen, inmitten der Menschen. Im Gegenteil sogar. Ich hatte sie alle lieb! Wollte jeden einzelnen von ihnen umarmen. (Jeden. Einzelnen. Ork.). Ich fühlte mich WOHL. Ich MOCHTE den Mensch. (hä?) Ja.

Du hast mir jede Priorität genommen. Ich bin nicht länger wichtig. (Und immer noch wichtig genug). Du hast mir Türen geöffnet, von denen ich gar nicht wusste, dass es sie gibt. Du hast mir Menschen vorgestellt, die mich berührten. Bewegten. Darunter Menschen, die meine Freunde wurden. (Auch ich war darunter – und auch das ist neu). Und mit den Menschen, die schon vorher ein Teil von mir waren, hast du bis in die Puppen gesessen in unserer Küche, geredet, gegessen, Karten gespielt. Verdammt, du warst einfach richtig gut. (du Hecht.)

Hast mich Würmchen mit weichen Zähnen am Kragen gepackt und in deinem Maul an den Rand meines Tellerchens getragen. Mich abgesetzt. Mir einen Schubs gegeben, einen zärtlichen, deutlichen. (Siehe da, das Würmchen hat Beine!) (Viele Beine.) (Das Würmchen ist ein passabler Tausendfüßler!) (Ihh. Nein. Das Würmchen ist doch kein passabler Tausendfüßler. Das Würmchen will doch lieber wieder ein Würmchen sein). Hast mir mehr zugetraut, als ich.

Du warst großzügig. Und großspurig. Und großartig.

Du hast mich meine Nächte gekostet. (Ich habe sie ausgekostet). Hast mich glücklich gemacht. So glücklich, ich könnte mich zu den (anderen) Silvesterböllern stellen – zu denen, die am Weitesten nach oben schießen und dann in einem grünen Sternenregen explodieren. Kawumm.

Ich bin und war sicher nicht die Einzige. (woher nimmst du nur die Zeit). Aber um so besser. Seit dir teile ich sogar gerne. Genauer: DICH teilte ich gerne. Du warst ein phantastisches Jahr. Danke, 2011. Danke, Leben.

Und jetzt her mit 2012!!! Ich will jodeln! Und ihr sollt auch jodeln! Jiieeechha! Guten Rutsch!

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Noch 22 Tage und eine Auszeit über Bande.

“Auszeit für mich” ist das, was in den herrlichen Wellnesshotels der brandenburgischen Umgebung (Prospektereisende ich, seufz) als Wohlfühlpaket mit Halbpension, Massage (Schulter und Nacken), Ziegenmilchbad und 10 Minuten in der Heukraxe (was auch immer das ist, klingt, als bräuchte man hinterher gleich noch eine Massage) daher kommt.

Für mich kommt die Auszeit in Form einer hartnäckigen Migräne (zweieinhalb Tage), einer mittelprächtigen Magenschleimhautentzündung (ein Tag und immer noch ein bisschen) und einem unerträglichen Ungustltum daher. So viel zu meinen feiertäglichen Kaffees. (InDerEckeStehUndVerlegenDenFingerInDieWandBohr) Null. Nichts. Zero. Nada. Bett.

So müde war ich. Und so weich. Dieses Jahresende macht mich weich. Jedes Jahresende macht mich weich, aber dieses Jahresende ganz besonders (das denke ich von jedem Jahresende – kann man weicher als weich werden?). Unmöglich in meinem weichen Zustand, mir von einer fremden Person ein “NEIN” ins Gesicht sagen zu lassen, mir eine Abfuhr abzuholen. Für Abfuhren braucht man ein dickes Fell. Meins ist grad so räudig und dünn. Ich KANN einfach nicht losgehen und klingeln. Es geht nicht. (Schlimmstes Klingeltief seit Wettbeginn). Beim Gedanken an eine Gegensprechanlage werd ich sofort wieder müde. Muss ins Bett. (Das sind die Spätfolgen der Winsstraße, 63 Absagen in 63 Minuten). (Diese unsägliche Winsstraße, wär ich doch nur… egal.).

Was tun? Weiter winseln? Abbrechen? (Verlockung ist groß. Silvester feiern, danke 2011, und im Januar ein bisschen “Auszeit für mich”, aber die brandenburgische.) Soll ich bei der Gelegenheit mal kurz ausrechnen, wie viele Kaffees ich täglich trinken müsste, um die Wette zu schaffen? Ich will es nicht ausrechnen. Ich kann’s ja mal überschlagen, grob. Macht vier. Pro Tag. (MirMitDemZeigefingerAnDieStirnTipp).

Andererseits: die vielen interessanten Menschen, die ich treffe. All diese Begegnungen. Die Freundschaften. Die MichNachdenklichMachenden. Wer weiß, wen ich verpasse, hörte ich jetzt einfach auf. Hm. Vielleicht kann ich mich ja an den noch ausstehenden Einladungen aus dem Klingeltief schleppen.

Vorerst.

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Noch 23 Tage und ein Weihnachten.

Ja, ich gehe auch heute los. Und ich bin wahnsinnig gespannt, ob mich jemand reinlässt, heute, im LetzteGeschenkeNochSchnellEinpackenStress. Oder dem EnteNochSchnellRupfenStress. Oder dem GästebettNochSchnellBeziehenStress. Oder dem IchMachMirHeutGarKeinenStressStress.

Vielleicht und wahrscheinlich verbringe ich also heute wieder viel Zeit auf der Straße. Macht mir aber nichts aus. Schließlich hab ich eine warme, kuschlige Wohnung, in die ich mich verkriechen kann, wenn ich die Schnauze voll haben sollte. Oder, falls das vorher eintritt: wenn mir die Zehen anfangen sollten, einzufrieren.

Andere haben das nicht: eine Wohnung. Aber die haben Zehen, die einfrieren können. Und nicht nur Zehen.

Und deswegen, liebe Hausbesuchsympathisanten: lasst uns heute ein Stück Weihnachten abgeben. An gute Einrichtungen und Erfindungen. Wie beispielsweise die Kältehilfe der Berliner Stadtmission.

Mit einer Spende an die Kältehilfe der Berliner Stadtmission unterstützt ihr die Notübernachtungen und den Berliner Kältebus der Stadtmission und helft mit, Obdachlose vorm Erfrieren zu bewahren.

Ja, ich weiß, alle wollen Geld. Ständig soll man spenden. Aber das ist doch auch das Schöne an Weihnachten. Und Spenden geht so schnell, wie man 5 Euro eben schnellmaleben ausgibt:

Per SMS den Text “kalt” an 81190 schicken und damit die Kältehilfe mit 5 € unterstützen. Zack. Das war’s. (Eine SMS kostet 5€ zzgl. Versandkosten. 4,83 € gehen direkt in die Arbeit der Kältehilfe.)

(Das Geld, ich sag es vorsichtshalber noch dazu, geht direkt an die Kältehilfe. Ich selbst habe davon überhaupt nichts. Ich brauch davon auch nichts. Denn, wie gesagt: ich hab ja ne Wohnung. Und: Mann, ist die kuschlig.)

Also hopp, Handy zur Hand, nit lang schwätzet, SMS schicket!

Großzügige Menschen, also NOCH großzügigere Menschen, die gern MEHR Geld spenden, aber nicht den ganzen Abend mit SMS Schreiben verbringen wollen, überweisen an

Berliner Stadtmission, Spendenkonto 5444, BLZ 100 205 00
Bank für Sozialwirtschaft, Verwendungszweck: “Kältehilfe” – oder spenden online.

So.

Vielen, vielen herzlichen Dank, ihr lieben, warmherzigen, großzügigen Menschen! (ergriffen DasSindMeineLeserSeufz.) Toll seid ihr, ich bin stolz auf euch. Und jetzt: Frohe Weihnachten! Genießt es!

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Noch 24 Tage und einmal Canossa, bitte.

Kann sich eigentlich irgendjemand vorstellen, wie deprimierend es ist, im dunklen Nassniesel vor einem Haus zu stehen, in dem dreiundsechzig Parteien leben, und alle dreiundsechzig Parteien sind offensichtlich zu Hause, denn dreiundsechzig Mal klingle ich, dreiundsechzig Mal antwortet jemand an der messingpolierten Gegensprechanlage, (ich klingle natürlich dreiundsechzig Mal jeweils woanders, nicht immer beim selben), dreiundsechzig Mal sage ich meinen Spruch auf, und dreiundsechzigmal will mich niemand hinein lassen?

Niemand?

Noch nicht mal INS Haus, auf dass ich an den Wohnungstüren klingeln kann? („Neeee“, sagte einer, „bleiben Sie mal schön unten!“ – und legt auf.) (ein anderer, auf mein ZweihundertInZweihundertTagenUndHundertAchtundzwanzigHabIchSchon: „Na, dann sind’s ja nicht mehr so viele!“ – und legt auf.) (und wieder eine andere, auf mein IchLadeMichSelbstZuKaffeeUndKuchenEin: „Ja, aber ganzsichernichtbeimir!“ – und legt auf)

Puh. Das ist niederschmetternd, denke ich, mit kalten Füßen und triefender Nase, ich geh nach Hause. Heiße Schokolade, (ach, schnickschnack: heißer Grog.), Fußbad und: Bett. Ob ich diesen Grießklößen vorher noch was an die ohsoschönverputzte BlitzblankeWestenFassade schmiere? Hab nur leider keinen Edding dabei. Nicht mal nen Bleistift. Aber ich könnte ja auch einfach schnell in die Ecke pinkeln.

Da entdecke ich hinter mir (ja, ich sehe mich TATSÄCHLICH nach Eckpinkelmöglichkeiten um!) eine Überwachungskamera, die mich jetzt eine Stunde lang (ja, spinnen die? Denken die denn, ich hab ZEIT für so was? Der Sand rieselt und rieselt schließlich, blöder Wettrückstand, blöder) beim InDieGegensprechanlageBlöken gefilmt hat. Noch demütigender. Ich bereue aufrichtig, einen Abstecher in die Winsstraße gemacht zu haben (da sind sie frischer, dachte ich, da hab ich wenigstens noch nicht alle schon mal abgegrast).

Pah! Da ist mir meine Immanuelkirchstraße schon lieber – und, wo ich doch gerade dabei bin: geh ich doch noch mal eben zur Festung. Bevor ich mich ins Bett lege. Denn so schlimm, wie DAS hier, kann selbst die Festung nicht sein.

Gut. Geh ich also zur Festung. Klingle einmal. Und bin drin.

Ähem.

Hiermit erkläre ich reumütigst und von den Zinnen herab: die Festung ist gefallen. Es hat sich ausgefestet. Liebe Festungsbewohner: ich tat euch unrecht. Es geht immer noch schlimmer. Nur, weil ihr einen repräsentativen, (im Volksmund auch einfach: abschreckenden) Eingangsbereich habt, seid ihr nicht anders, als die anderen Häuser der Straße. Die einen Bewohner lassen mich rein. Die anderen nicht.

(Zwar könnten es bei euch noch mehr werden. Aber ihr macht euch.)

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